Lawo sorgt für immersiven Sound in Bregenz

"Carmen" auf der Seebühne in Bregenz (Foto: Lawo)

Toningenieur Gernot Gögele in Bregenz (Foto: Lawo)

Lawos mc²96 in Bregenz (Foto: Lawo)

Lawo leistete mit der Installation eines Lawo mc²96-Pults in Bregenz einen zentralen Beitrag für das Beschallungs- und Richtungshörsystem bei den diesjährigen Aufführungen von Georges Bizets „Carmen“ auf der Seebühne am Bodensee. Zusammen mit den bereits vor Jahren installierten Lawo HD Cores spielt das neue Pult eine wichtige Rolle bei der kreativen Nutzung des Tons als Ergänzung zur Bühnenperformance.

Sounddesigner Alwin Bösch und Toningenieur Gernot Gögele wechselten von einem Lawo mc²66 Mischpult, das seit 2005 bei den Bregenzer Festspielen im Einsatz war, zu einer IP-basierten Lawo mc²96 Grand Production Console, die kurz vor der diesjährigen Opernsaison installiert wurde. Obwohl Bösch und Gögele bestimmte Bediensequenzen neu erlernen mussten, hatten sie das mc²96 nach zwei Tagen fest im Griff, nach einer Woche fühlte sich der Workflow bereits vertraut an.

Trotz bestehender Unterschiede konnten viele Einstellungen des mc²66 in das mc²96 übernommen werden. Die Peripherie einschließlich der Lawo DALLIS I/O-Komponenten blieb unverändert. Das „Bregenzer Richtungshören“ (64 Ein- auf 128 Ausgänge), d.h. die Wellenfeldsynthese mit den rund 800 Lautsprechern brauchte demnach für das spezielle Hörerlebnis des Publikums nicht neu angebunden zu werden. Dank der Doppel-Layer-Funktion mit zwei vertikal angeordneten Fadern pro Kanalzug in der rechten Pulthälfte braucht sich der Toningenieur nicht hin und her zu bewegen, um eine Einstellung zu ändern, sondern bleibt an seiner Hörposition und kann auf kompaktem Raum eventuelle Korrekturen vornehmen. Die Bregenzer Regie mit offenem Fenster ist zentral angeordnet, so dass die Toningenieure weitgehend im Sweet Spot sitzen können. Wegen des besagten Fensters ist dieser allerdings relativ klein, so dass eine kompakte Bedienung von Vorteil ist. Das Havariesystem der Konsole wird über einen Laptop abgewickelt.

Vier Lawo HD-Cores liefern die DSP-Leistung und Routing-Kapazität, die für die Wellenfeldsynthese (WFS) des Beschallungssystems in Bregenz unerlässlich sind. Die WFS produziert künstliche Wellenfronten, die von einer Vielzahl einzeln angesteuerter Lautsprecher erzeugt werden und Schallbewegungen von einem bestimmten Ursprungsort aus simulieren. Bei „Carmen“ wurde diese Technik verwendet, um Sänger und Orchester zu „bewegen“, mit visuellen Szenenwechseln wie die Wanderung von Hirten in die Berge oder um fiktive Bewegungen mit der Stimme eines Sängers zu erzeugen, die manchmal aus dem Auditorium statt von der Bühne zu kommen scheint.

Open Acoustics
Die Entwicklung der in der Open-Air-Opernproduktion einzigartigen Klangdimension begann bereits 2004 mit der Installation von Lawo-Technologie und einem Klangkonzept mit dem Namen „Bregenz Open Acoustics“, das seitdem stetig weiterentwickelt wurde. Gemeinsam mit den Bregenzer Festspielen und Lawo entwickelte das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie ein innovatives Beschallungskonzept für die Seebühne des Festivals. So konnte 2007 weltweit erstmals eine Umsetzung der Wellenfeldsynthese auf einer Bühne stattfinden. Das neuartige Beschallungskonzept beinhaltet drei wesentliche Komponenten: Richtungsmischen, Effektbeschallung und Raumsimulation. Die mc²-Bedienoberfläche und die Signalverarbeitung des Richtungsmischers wurden seinerzeit hard- und softwaremäßig komplett neu konzipiert. Damit wurde es möglich, 32 Quellen gleichzeitig in Echtzeit zu bewegen. Diese Form der Beschallung über 820 Lautsprecher um den Zuschauerbereich der Seebühne stellt hohe Anforderungen an die Rechenleistung und Betriebssicherheit. Lawo stellte hierfür unter anderem eine mc²66-Konsole – nun ersetzt durch ein neues mc²96 Produktionspult – und insgesamt vier HD-Cores zur Verfügung. Die hohe DSP-Leistung und die Schaltkapazität von jeweils 8192 Monokanälen ermöglichen es, diese Technologie mit extrem geringen Latenzzeiten zu realisieren.

www.lawo.com

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