Staatsoperette Dresden setzt auf Sennheiser Digital 6000

Auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Mitte hat im Dezember 2016 die Staatsoperette Dresden ihr neues Quartier bezogen. Sennheiser Digital 6000 Drahtlossysteme sorgen im Theatersaal mit 700 Sitzplätzen für den Sound. Die Staatsoperette Dresden ist das erste deutsche Musiktheater, das sich für den Einsatz von Sennheisers wegweisender digitaler Drahtlostechnik in Form der Digital 6000 Systeme entschieden hat.

Die Staatsoperette Dresden nutzt seit März 2017 das Digital 6000 von Sennheiser (Foto: Sennheiser)

Die Staatsoperette verfügt über insgesamt vierzig SK 6000 Taschensender, die mit MKE 1 Profi-Ansteckmikrofonen betrieben werden (Foto: Sennheiser)

Die über zwanzig EM 6000 Doppelempfänger sind seitlich unter der Bühne in einem großen 19“-Geräteschrank untergebracht (Foto: Sennheiser)

Mit der Wireless Systems Manager (WSM) Software lassen sich die drahtlosen Geräte mühelos überwachen und bedienen (Foto: Sennheiser)

Die Lithium-Ionen-Akkupacks werden in sechs L 6000 Ladegeräten mit frischer Energie versorgt (Foto: Sennheiser)

Stehen Musicals auf dem Programm, lässt sich die Nachhallzeit über bewegliche Stoffsegel, Vorhänge und aufblasbare Membranabsorber reduzieren (Foto: Sennheiser)

Clemens Wannemacher, Leiter der Tonabteilung in der Staatsoperette Dresden (Foto: Sennheiser)

Seit Mitte März 2017 verfügt die Staatsoperette Dresden über zwanzig EM 6000 Doppelempfänger, die seitlich der Bühne in einem großen 19“-Geräteschrank untergebracht sind. Teil der Ausstattung sind vierzig Taschensender SK 6000, die mit visuell unauffälligen Sennheiser MKE 1 Profi-Ansteckmikrofonen betrieben werden. Hinzu kommen acht mit Neumann KK 205 Kapselköpfen (Supernieren-Richtcharakteristik) bestückte SKM 6000 Handsender. Die Sennheiser EM 6000 Doppelempfänger verfügen über eine enorme Schaltbandbreite von 244 MHz; in der Staatsoperette Dresden werden die Sender in den Frequenzbereichen B1 bis B4 betrieben.

Die Lithium-Ionen-Akkupacks werden in sechs L 6000 Ladegeräten mit Energie versorgt. Die schlanken 19“-Rahmen sind mit jeweils vier Charger-Modulen (BA 60 und BA 61) ausgerüstet und lassen sich per Netzwerkverbindung aus der Ferne überwachen. Für bestmögliche Übersicht sorgt die Sennheiser WSM-Software: Die Oberfläche des „Wireless System Manager“ wird am Drahtlosplatz auf gleich zwei Screens dargestellt, und auch neben den FOH-Mischpulten ist die intuitiv erfassbare Anzeige auf einem Bildschirm zu sehen.

Regelmäßig befinden sich bei Aufführungen alle 40 Digital-Funkstrecken parallel im Einsatz. Über einen Splitter sind die Doppelempfänger mit insgesamt sechs Antennen verbunden: Vier Sennheiser Richtantennen befinden sich im großen Saal (2x Bühne, 2x Zuschauerraum); zwei weitere Antennen sind im Foyer montiert und lassen sich bei Bedarf über den von Sennheiser individuell für die Staatsoperette konstruierten Splitter-Sonderbau aktivieren. Dank frequenzselektiver Filter können die EM 6000 Receiver mit konventionellen UHF-Antennen betrieben werden.

Beim Sennheiser Digital 6000 System lassen sich die Übertragungsfrequenzen einfach einem äquidistanten Raster anordnen, was die zur Verfügung stehende Bandbreite optimal nutzt. Die Sennheiser True-Bit-Diversity-Technologie wertet die Signalqualität der Empfangspfade aus und sorgt für eine intermodulationsfreie Übertragung in als schwierig geltenden HF-Umgebungen. Jenseits der neuen Digital 6000 Systeme stammen in der Staatsoperette Dresden auch acht drahtlose InEar-Strecken von Sennheiser: Vier SR 2050 IEM Doppelsender sind über einen aktiven Combiner mit einer zirkular polarisierten A 5000-CP Wendelantenne verbunden, welche nahe der Hauptbühne befestigt ist.

„Der Audio-Signalfluss im Haus ist von der A/D-Wandlung auf der Bühne bis in die Endstufen vollständig digital“, erklärt Diplom-Tonmeister Clemens Wannemacher, der in der Staatsoperette Dresden seit zwei Jahren der Tonabteilung als Leiter vorsteht. Passend dazu sind die neuen Sennheiser Digital 6000 Systeme digital via AES/EBU angebunden. Die analogen Outputs der Doppelempfänger hingegen sind mit einer Matrix verkoppelt, an welcher die Audioausgänge der einzelnen Strecken komfortabel per Kopfhörer kontrolliert werden können. Eine Monosumme aller Stimmen ist am Drahtlosplatz an einem betagten, immer noch einwandfrei funktionsfähigen Sennheiser M8 professional Mischpult zu hören. Von der Klangqualität der Sennheiser Digital 6000 Systeme ist Clemens Wannemacher vollauf überzeugt. Zu Demonstrationszwecken greift der Diplom-Tonmeister gerne zu seinem Schlüsselbund und lässt mit einer schwungvollen Handbewegung die metallischen Türöffner vor der Mikrofonkapsel vernehmbar klirren: „Das ist bei Drahtlossystemen der ultimative Stresstest für die Kompander.“, merkt Wannemacher schmunzelnd an. Da die Sennheiser Digital 6000 Systeme ohne analoge Kompanderschaltungen auskommen, wird der „Stresstest“ von ihnen mit Bravour bestanden. Die neuen Sennheiser Wireless-Systeme verwenden den Long-Range-Modus sowie den proprietären Audio-Codec (SeDAC) aus der Digital 9000 Serie.

Die neuen Sennheiser Digital 6000 Systeme haben in Dresden ein bestehendes digitales Drahtlossystem eines anderen Marktteilnehmers nach nur drei Jahren abgelöst. Der Austausch wurde während der laufenden Spielzeit in wenigen Stunden bewerkstelligt.

Bei Aufführungen ohne elektroakustische Verstärkung (Operette, Spieloper) beträgt die mittlere Nachhallzeit des Theatersaals 1,4 Sekunden. Stehen Musicals auf dem Programm, lässt sich die Nachhallzeit über bewegliche Stoffsegel, Vorhänge und aufblasbare Membranabsorber reduzieren. Das mit einer Drehscheibe ausgestattete Podium macht verblüffende Verwandlungen des Bühnenbildes möglich. Der Orchestergraben ist von beachtlicher Dimension und sorgt durch seine Gestaltung dafür, dass sämtliche Instrumente im Publikumsbereich sehr gut zu hören sind. 

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