10.05.2019 | Ausgabe 2/2019

Besuch des Studer/Revox Museums in Zürich

Regionalgruppe Schweiz

Revox 60 Plattenspieler / Foto : Lasse Nipkow

Anfang Dezember 2018 traf sich eine 50-köpfige Gruppe im Studer/Revox Museum in Altstetten, Zürich. Walter Stutz, Initiator und Leiter des Museums, begrüßte die Gäste, zusammengesetzt aus je 20 VDT- und AES-Mitgliedern sowie aus ehemaligen Studer  ntwicklern wie Guido Besimo (Bandmaschinen) und Hans Leonhard (Mischpulte) sowie Geräte-Donatoren. Ein geballtes Wissen und viel Geschichte prägten dieses außerordentliche Treffen. Das Museum feierte sein einjähriges Bestehen, dies verhalf zusätzlich zur regen Teilnahme.

Die Führung begann im 2. Raum des Museums, in dem neben Messgeräten und Prototypen auch echte Raritäten wie Radio- Empfänger aus den 40er Jahren und frühe Televox Verstärker, welche heute gänzlich in Vergessenheit geraten sind, aufgestellt sind. Daneben wurde uns der erste Revox 60 Plattenspieler aus den50ern vorgeführt. Eine Studer C37 Röhren-  Bandmaschine, die in den Abbey Road Studios als Mastermaschine standund auf der die Beatles gemastert wurden, kam dann im 2. Teil der Führung bei  der Hörprobe zum Einsatz. Bei der neusten Errungenschaft des Museums und auch dessen größtes Exponat, handelt es sich um ein Studer Mischpult 289.

Im Hauptraum steht das erste größere Mischpult der Firma, ein Studer 69-48 von 1958, Seriennummer 101 aus dem Bundeshaus. Ein Reportage Mischpult in Koffergröße vom Radio Bern aus dieser Zeit steht dem gegenüber und wurde auch von Hans Leonhard entwickelt. An den Wänden sind alle Revox Bandmaschienen in allen Farben und Ausführungen ausgestellt. Gegenüber an der Fensterfront stehen die großen Bandmaschinen von Studer. Von der A 80 und deren Nachfolgern bis zu den Mastering Maschinen A 820 und der letzten 24 Spur A 827 als Goldedition, welche Walter Stutz aus Kalifornien zurückgeholt hat, sind alle betriebsbereit.

Nach einer Pause, begaben wir uns in den ersten Raum zum großen Mischpult und konnten uns einige Aufnahmen von der C37 zu Gemüte führen. Danach hörten wir uns im großen Raum weitere Aufnahmen auf verschiedenen Maschinen und Lautsprechern an. Anekdoten und Erinnerungen wurden rege ausgetauscht. Es herrschte eine fantastische Stimmung, mit der offizielle Teil abgeschlossen wurde. 

Herzlichen Dank an Walter Stutz und seine useumsmitstreiter für den unvergesslichen Anlass.