10.05.2019 | Ausgabe 2/2019

Mehrwert von 3D-Audio in der Musikproduktion hinsichtlich Musikrichtung

HdM Stuttgart

3D-Audio Filmtonstudio U48 der HdM Stuttgart / Foto: S. Hermentin

Wie würde eigentlich elektronische Tanzmusik in 3D-Audio klingen? Diese Frage war die Initialzündung zum Projekt „3Disco“, das ich im Frühjahr 2018 mit einigen Kommilitonen startete. Jeder Student nahm sich dabei der Produktion eines tanzbaren Titels (anfangs nur elektronische Tanzmusik) in 3D an. Nach Fertigstellung meines Titels (unten EDMBeispiel genannt) und dem damit verbundenen Erfolg in der zweiten „Student 3D Audio Production Competition“ des IEMs Graz auf der Tonmeistertagung 2018, entwickelte sich die Leitfrage hin zu: Wie kann 3D in der Musikproduktion mit einem Mehrwert für verschiedene Genres genutzt werden? Im Rahmen meiner Bachelorarbeit ging ich dem mit der Produktion und Mischung weiterer Titel aus verschiedenen Genres in 3D nach. Im Folgenden sollen zum einen kreative Methoden der Musikproduktion in 3D, zum anderen aber auch die aus Hörversuchen hervorgegangenen Hörer-Reaktionen beleuchtet werden.

1. ALLGEMEINES  
Die Hochschule der Medien in Stuttgart ist mit ihrem Filmtonstudio U48 bestens für derartige Aufgaben gewappnet. Ein aus 20 Genelec-Monitoren bestehendes 3D-Setup steht hier zur Verfügung. Ein klassischer 9.1-Surround-Layer wird zum einen über die für Auro-3D übliche, um 30 Grad erhöhte 5-kanalige Height-Layer und den Top-Speaker von oben erweitert. Zum anderen sind auf einer Ebene mit der zuletzt genannten Voice of God vier weitere Lautsprecher angebracht, so dass im Studio gleichermaßen auf einer Dolby Atmos-Anordnung gearbeitet werden kann.

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