08.02.2019 | Ausgabe 1/2019

Ein Erfahrungsbericht „Mischen Impossible“ 6

Quelle: Aaron Levi Beck

Quelle: Aaron Levi Beck

Wer abseits betretener Pfade wandelt, wird mitunter mit gänzlich neuen Perspektiven belohnt.Wohl auch deshalb ist es für manchen Kollegen schon zur guten Tradition geworden, im beginnenden Herbst gen Österreich zu reisen und inmitten schönster Bergpanoramen und Luft (nicht nur) der tonmeisterlichen Bildung zu frönen.Im beschaulichen Bezau, unweit des Bodensees im Bregenzer Wald gelegen, trafen sich in der letzten Septemberwoche zum mittlerweile sechsten Mal alte Bekannte und neue Gesichter des VDT zum Wissens- und Erfahrungsaustausch.Ein Seminar, gemacht von den Teilnehmern für die Teilnehmer. Ein Bildungshaus, darauf bedacht, die heimelige Atmosphäre für entspanntes und vertieftes Lernen zu ermöglichen. Ein Ort, der Gedanken freien Lauf lässt und zugleich starken Fokus schafft.

Zunächst entstanden drei taugliche Regieplätze, davon einer mit Bildschnitt sowie eine zusätzliche 3D Spielwiese und vor der Tür wartete ein Ü-Wagen Bild/Ton auf seinen Einsatz. Außerdem gab es einen großen Arbeitsplatz für Lötarbeiten und Selbstbau-Projekte.

Im Vorfeld wurden von einigen der sechzehn Teilnehmern nach Absprache konkrete Themen abgesteckt und vorbereitet. Am Tag der Ankunft entschieden alle gemeinsam nach dem Abendessen in der Begrüßungsrunde, was wann und wo stattfindet.

Holger Siedler bei einer Session / Quelle: Aaron Levi Beck

Kurz umrissen gab es ein breites Themenspektrum. 3D Audio in Form der Wellenfeldsynthese, deren Entstehung, Anwendung und Möglichkeiten des objektbasierten Arbeitens. Sehr interessante Einblicke zu Filmtonmischungen nebst Raumgestaltung aktueller Formate wurden gewährt. Klassische Produktionen sinfonischer-, Alter- und Kammermusik aber auch modernere Gefilde erhielten Gehör und wurden erläutert. Mikrofon- und Kabeltests sowie die Suche nach dem goldenen Ton gehörten ebenso zum reichhaltigen Programm. Die Tage waren sehr gut ausgefüllt und dennoch erfolgten spontane Videoprojekterläuterungen und Mastering Sessions. Auch penible Lötarbeiten diverser analoger Raritäten boten so manchem ein Extra an Erfahrungsaustausch und bildeten einen weiteren Mehrwert der Seminarwoche.

Die Gelegenheit nutzend, zeigten einige Kollegen Musikprojekte, welche nicht unbedingt „impossible“ zu mischen waren, aber aus der täglichen Arbeit mit Kompromissen entstanden sind und deshalb auf großes Interesse stießen.

Ausnahmslos alle Kollegen begegneten sich auf Augenhöhe, was wiederum in einer angenehmen Atmosphäre mündete. Der Erkenntnisgewinn des Programms wurde durch die überschaubare Anzahl der Teilnehmer, die auf 25 beschränkt war, verstärkt Beherzt stellte man Fragen, bekam Antworten und musste nicht darauf hoffen, nur einen Bruchteil des Gesagten und Gemeinten mitzunehmen. Dies setzte sich auf den Wanderungen in der Umgebung fort. Mehrere Ausflüge bei strahlendem Himmel waren ein guter Nährboden der Erholung, des Aufatmens, aber auch unzähliger 19 Zoll-Gespräche Probleme des Tonmeisterdaseins, der Wert unserer Arbeit oder Kundenakquisition sowie der sensible Umgang mit Künstlern wurden ausallen Blickrichtungen der Teilnehmer beleuchtet.

Teilnehmer „Mischen Impossible 6“ in Bezau / Quelle: Aaron Levi Beck

Das redlich bemühte Personal des Seminarhauses und die vorzügliche Bewirtung taten ihr nicht unerheblich Übriges hinzu, die sehr intensive Woche in eine gekonnte Mischung aus Arbeit, Lernen und Urlaub zu verwandeln.

Teilnehmer als Referenten, eine gemütliche und intime Unterkunft, praxisnahe Themen und nicht zuletzt viel Zeit zum Lernen und Atmen kreieren aus dem Konzept auch ein bezahlbares Stückchen Zeit. Zeit die so sonst nicht zu haben ist. Bei manchem Gespräch am Tisch, hinter der Abhöre oder auch in den Bergen ertappte ich mich zuweilen, mit meiner Berufswahl sehr zufrieden zu sein und auch bleiben zu wollen. Dass viele der Teilnehmer schon seit Jahren wiederkommen, zeugt von der bemerkenswerten Qualität dieses Gesamtpakets für, von und mit Tonmeistern.

Mischen Impossible 7 findet vom 23. – 29. September 2019 statt!

Anmeldungen bitte an
otheinrich.clauder@tonmeister.de


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