08.02.2019 | Ausgabe 1/2019

Sendungsbezogene Lautheitsprofile im Hörfunk

Das Sendestudio von DASDING, der Jugendwelle des SWR. Es moderiert Vicky Merkulova / Quelle: SWR

AUSSTEUERN IM HÖRFUNK
Erfahrene Sendungstechniker steuern Sendungen unterschiedlichsten Charakters bewusst oder auch intuitiv aus und prägen damit deren individuelle akustische Anmutung. Ihr Wissen ist wertvoll. Wenn nun Selbstfahrer das Aussteuern übernehmen und aufgrund ihrer Doppelbelastung nicht immer die früher gewohnte Präzision erreichen, gilt es zu analysieren, wo die Ursachen dafür liegen und wie sich das Selbstfahren wirkungsvoll verbessern oder vereinfachen lässt.

Selbstfahren ist u.a. ein Element der Rationalisierung in zunehmend automatisierten Workflows, um die heute vielfältigen Distributionswege, linear und on-Demand, rasch mit Content zu versorgen und die Menge der Beiträge zu bewältigen. Es ist keine neue Erfahrung, Dienstleistungen wegfallen oder automatisiert werden. Wichtig ist dabei allerdings, dass an diesem Übergang kein relevantes Wissen verloren geht und der Erfahrungsschatz der Sendungstechniker weiterhin genutzt wird, zukünftige Workflows mit hoher Präzision zu gestalten. Das „Tun“ verliert zwar an Bedeutung, das Know-how bleibt aber dennoch entscheidend, denn die Zahl der Audio-Prozesse und -Parameter ist derart groß, dass solides Audio-Wissen und praktische Produktionserfahrung weiterhin nötig sein werden, um beim Sounddesign einen hohen professionellen Anspruch durchzuhalten und unsere Sendungen angemessen zu präsentieren.

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