08.02.2019 | Ausgabe 1/2019

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,
wieder ist ein Jahr vergangen…! Ein Jahr, das aus VDT-Sicht mit einer erfolgreichen Tonmeistertagung endete und gleichzeitig mit einem Abschied verbunden war. Zum 30. Mal traf sich die Audio-Branche in - wie immer - familiärer Atmosphäre, um sich auszutauschen, zu informieren, alte und neue Kontakte zu pflegen – um zu netzwerken, wie man heute so schön sagt!

Unvorstellbar, dass 15 dieser 30 Tonmeistertagungen von Gisela Jungen mit geplant, organisiert, durchgeführt und letztendlich auch geprägt wurden.30 Jahre lang war Gisela Jungen die Seele im „Zaarshäuschen“ in Bergisch Gladbach, der Geschäftstelle des VDT und des Bildungswerkes. Sie hat die Geschicke des Verbandes und des Bildungswerkes auf ihre unverwechselbare Art und Weise geleitet: charmant, mit rheinischem Gemüt, geduldig, diplomatisch, kompetent, humorvoll, aber auch, wenn nötig, bestimmt und entschlossen.

Auf der TMT30 wurde sie im Rahmen des VDT-Festabends von Martin Wöhr, 2019einem ihrer „Ex-Chefs“ im Bildungswerk, mit lobenden und dankesvollen Worten verabschiedet. Wer als Mitglied, Förderfirma oder Teilnehmer einer Veranstaltung mit dem Verband oder als Aussteller der Tonmeistertagung mit dem Bildungswerk zu tun hatte, kam an Gisela Jungen nicht vorbei. Der erste Kontakt lief über ihren Schreibtisch bzw. ihr Telefon.
Sie hat mit mehreren Präsidenten und Geschäftsführern im Bildungswerk zusammengearbeitet, immer wieder neue Besetzungen im Vorstand und im erweiterten Vorstand erlebt, Tonmeistertagungen an verschiedenen Orten und Kongress-Zentren durchgeführt, die stetig wachsende Zahl der Mitglieder begleitet, und, und, und… - Veränderungen, die sie immer herausgefordert haben, die sie aber mit Bravour über Jahrzehnte gemeistert hat.
Verbunden mit der Arbeit, die sie geleistet hat, hat Gisela Jungen unzählig viele Menschen kennengelernt, und das kommentierte Martin Wöhr in seiner Laudatio wie folgt: „Das ist der wahre Schatz, den Du Dir in Deinem Berufsleben erarbeitet hast. Menschen, die bei Deiner Tätigkeit Deine Wege kreuzten, Menschen mit denen Du sachlich im Umgang geblieben bist, Menschen mit denen Du verständnisvoll Freundschaft geschlossen hast, Menschen mit denen Du gehadert hast und Menschen, die Dir ans Herz gewachsen sind.“ Diese Erinnerungen und Erlebnisse mit Kollegen und Freunden werden bleiben.

Jetzt darfst Du Dich, liebe Gisela, auf ein Leben ohne den VDT freuen. Alle, die Dich schätzen gelernt haben, werden Dich vermissen!
Ich wünsche Dir eine erfüllte (Frei) Zeit, die Du sicher gerne mit Fahrradfahren, Urlauben und Besuchen in den kulturellen Wirkungsstätten „Deiner“ Tonmeister verbringen wirst.
Martin Wöhr hat seine Laudatio mit einem Zitat von Ödon von Horváth eröffnet, das er Dir zugesprochen hat: „Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu.“
Jetzt hast Du die Zeit, so zu sein, wie Du bist! Genieße diese Zeit!

„Jedem Abschied wohnt ein neuer Anfang inne“, so sagt Hermann Hesse. Nicht nur Gisela Jungen geht in den verdienten Ruhestand, auch im VDT-Vorstand und im Bildungswerk stehen Veränderungen an. Der amtierende Präsident Carlos Albrecht wird sein Amt niederlegen und sein Nachfolger hat zusammen mit den in der bevorstehenden Wahl neu gewählten Mitgliedern des Vorstands die nicht leichte Aufgabe, die Zukunft des Verbandes zu gestalten. Auch für den ausgescheidenden Geschäftsführer des Bildungswerkes, Wolfgang Köhnsen, hat sich ein Nachfolger gefunden: Branko Glisovic wird in seine Fußstapfen treten.

Es ist und es bleibt spannend!

Ihre