07.11.2018 | Ausgabe 5/2018

Besuch der Firma HOISL

Regionalgruppe Köln

Quelle: Volker Knippenberg

Im August trafen sich die Mitglieder der Regionalgruppe Köln in der Räumen der Firma Hoisl Audio GmbH, um sich über die neuesten Entwicklungen zum Thema objektbasiertes Audio zu informieren und die Auswirkungen auf die Arbeit der Tonmeister bzw. Producer zu diskutieren.Als kompetenter Produktexperte berichtete Peter Vanselow von der Firma Magix über den aktuellen Entwicklungsstand des Sequoia Workstation-Systems und demonstrierte eindrucksvoll die bereits realisierten Möglichkeiten zur objektbasierten Audioproduktion mit Sequoia.Weiterhin gab es interessante Einblicke und Demonstrationen zum gerade abgeschlossen EU-Forschungsprojekt ORPHEUS, das den Weg bereitet hat zur Entwicklung einer geschlossenen Produktionskette für objektbasierte Audioinhalte. Insbesondere wurden dabei die Projekt-Schwerpunkte, Teilnehmer, Zeitziele und die MPEG-H Standardisierung angesprochen. Weitere Details können auf der Projekt-Homepage abgerufen werden orpheus-audio.eu.Anhand einer im Rahmen des Projektes erstellten und frei verfügbaren Demo-App wurden für die Zuschauer bzw. Zuhörer erzielbaren Vorteile vorgestellt, wie unter anderem die Verbesserung der Sprachverständlichkeit bei Sportübertragungen im Fernsehen durch die Möglichkeit, das Lautstärkeverhältnis von Kommentator-Ton zur Stadion-Atmo nach eigenen Vorlieben einzustellen. Weiterhin können relevante Anteile eines Beitrags selektiert werden, um sich einen schnellen Überblick zu verschaffen. Die für iOS erhältliche App ist zu finden unter orpheus-audio.eu/ios-app/In der anschließenden Diskussion wurde ein großes Potenzial der neuen Entwicklungen zur Lösung wichtiger und dringender Probleme insbesondere bei der Fernsehübertragung gesehen, auch besonders für Menschen mit Beeinträchtigungen des Hörempfindens.Der weitere Fortgang der Entwicklungen ist allerdings nach Beendigung des Projektes noch offen und muss eigenständig weitergeführt werden. So wurde die Frage gestellt, wer die dazu notwendige Initiative und gemeinsame Lobby-Arbeit übernimmt. Weiterhin wurde kritisch hinterfragt, dass die Endgeräte-Hersteller, die schließlich die neuen Features in ihre Geräte einbauen müssten, bislang noch nicht über die Entwicklungen informiert oder darin einbezogen wurden. Daher beschränken sich die ersten Applikationen zur Wiedergabe von objektbasierten Audio-Angeboten bisher auf Smartphones, Tablets oder PCs.Eine wichtige Frage stellt sich natürlich für die Producer: Inwieweit beeinflusst die objektbasierte Produktion den Workflow für die Erstellung der Audio-Inhalte? Gibt der Tonmeister in Zukunft die Verantwortung für die ästhetische Komponente der Wiedergabe aus der Hand, wenn die endgültige Mischung erst im Endgerät erstellt wird? Wie ist die Kon-trolle der Kompatibilität eines Audio-Angebotes für die unterschiedlichsten Wiedergabesituationen möglich?

Diese und weitere Fragen werden sicherlich während der kommenden Tonmeistertagung in vielfältiger Weise diskutiert werden.


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Hardware und Skalierbarkeit

Eine Bandbreite von bis zu 184 MHz ermöglicht eine enorme Abdeckung des Spektrums. Die 2- und 4-Kanal-Empfänger, die zusammen eine Empfänger-Plattform bilden, unterstützen die AD und ADX Sender inklusive dem ADX1M Micro-Taschensender und sorgen damit für maximale Skalierbarkeit. 

Hohe HF-Performance

Axient Digital ist komplett auf größte Signalstabilität ausgelegt und wird damit allen Anforderungen großer Produktionen gerecht. True Digital Diversity mit Quadversity Empfängertechnologie minimiert die Gefahr von Signalabfällen oder Interferenzen, die zu Dropouts führen können.

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Axient Digital ist mit der Wireless Workbench für effiziente Konfiguration und Kontrolle kompatibel, die ShurePlus Channels App ermöglicht Spektrum-Management und Frequenz-Monitoring. Die Dante Cue und Dante Browse Funktionen erlauben das Abhören jedes Dante-Gerätes im Netzwerk.