07.11.2018 | Ausgabe 5/2018

Die Staatsoper Unter den Linden

Eines der modernstes Opernhäuser weltweit

Staatsoper Unter den Linden / Quelle: Marcus Ebener

Am 3. Oktober 2017 wurde die Staatsoper Unter den Linden in Berlin nach einer umfangreichen Sanierung feierlich wieder eröffnet. Im Dezember wurde der reguläre Spielbetrieb, passend zum 275-jährigen Jubiläum der Oper, aufgenommen. Bei der sieben Jahre andauernden Sanierung standen die Generalinstandsetzung des Gebäudes, der Umbau des Zuschauersaals sowie die Renovierung und Erweiterung des Hauses im Vordergrund. Der Zuschauersaal sollte weitestgehend originalgetreu erhalten bleiben, die Akustik deutlich optimiert werden. Des Weiteren wurde die veraltete Bühnentechnik neu gebaut und die AV Medien- und Inspiziententechnik neu installiert.

Was waren die Hauptgründe für die Sanierung der Staatsoper?
Hauptgrund für die Sanierung war der katastrophale bauliche Zustand des Gebäudes. Da in Berlin der Grundwasserspiegel sehr hoch ist und weiter steigt, musste das Fundament des Hauses gegen den Wasserdruck geschützt werden. Darüber hinaus wurde so gut wie alles in der Oper modernisiert: Tief-, Stahl- und Maschinenbau, Lüftungstechnik usw.  Aufgabe der Sanierung war es außerdem, die Akustik im Zuschauersaal zu verbessern. Die Nachhallzeit sollte auf ca. 1,6 Sekunden angehoben werden. Die Bühnenmaschinerie, die zum großen Teil noch aus dem Jahr 1927 stammte, funktionierte nicht mehr zuverlässig.

Auch hier war es dringend erforderlich, die Technik auf den aktuellen Stand zu bringen. Das Gleiche galt für die aus den 80er Jahren stammende Medientechnik, die nicht mehr dem entsprach, was ein modernes Opernhaus braucht. So war aus verschiedenen Gründen dringender Sanierungsbedarf gegeben.