03.09.2018 | Ausgabe 4/2018

"Elphi" und "Pierre Boulez" im Vergleich mit einigen Konzertsälen von Rang

Foto: Volker Kreidler

Nach Meinung von Musikern und Hörern brilliert die Elbphilharmonie in Hamburg durch ihren hellen, durchsichtigen, klaren und wuchtigen Klang. Das hat wohl tatsächlich etwas mit ihrer außerordentlich photogenen, extra schweren und sehr teuren „Weißen Haut“ zu tun. Allerdings kaum wegen ihrer seltsamen Oberflächenstruktur, sondern weil sie die tiefen Frequenzen nicht, wie eigentlich beabsichtigt, reflektiert sondern sogar gut absorbiert. Man kann also, wie 1931 bei der Jesus-Christus- Kirche in Berlin, von einem weiteren glücklichen Zufall sprechen, obgleich oder gerade weil die Ergebnisse in einem wichtigen Punkt, dem Bassverhältnis der Nachhallzeit, nicht der vorherrschenden Lehrmeinung und den Planungen der jeweils verantwortlichen Akustiker entsprechen. Im Pierre Boulez Saal in Berlin gelang es hingegen, die abgehängte Decke tatsächlich gut reflektierend zu machen – allerdings wohl eher zum Nachteil für seine Raumakustik.  

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