26.04.2018 | Ausgabe 2/2018

Alpha Pianos: Sounddesign für 88 Tasten

Spielbarkeit und Klang

Quelle: Karl M. Slavik

Ein Digitalpiano als Ersatz für einen Flügel? Was ernsthafte Pianisten noch vor wenigen Jahren entrüstet abgelehnt hätten, wird zunehmend oft Realität. Deutlich verbesserte Tastenmechaniken, fein auflösende Sensoren und hochwertige Samples erlauben eine Spiel- und Klangqualität, die sehr nahe am Original liegt und völlig neue Spielräume eröffnet. Einblick in das Sounddesign moderner Digitalpianos bietet das Unternehmen Alpha Pianos.

Klangerzeugung beim Flügel

Große Erfindungen entstehen oft durch kleine Veränderungen. Als der italienische Instrumentenbauer Bartolomeo Cristofori 1698 ein „Arpicembalo che fà il piano e il forte“ baute, schuf er damit ein Instrument, das im Gegensatz zu den damals üblichen Cembalos in ungeahnter Dynamik gespielt werden konnte. Sein Geheimnis war eine völlig neue und ausgefeilte Anschlagmechanik, die in stetig verfeinerter Technik bis heute zum Einsatz kommt: Beim Anschlag einer Taste wird ein Hammer durch eine Stoßzunge gegen die Saite geschleudert, der sie impulsartig zum freien Schwingen anregt und sofort wieder freigibt. Gleichzeitig wird ein Dämpfer angehoben, der nach Loslassen der Taste die schwingende Saite abfängt. Die Kraft beim Anschlagen einer Taste steuert die Lautstärke, die dynamisch und stufenlos von leise (piano) bis laut (forte) verändert werden kann. Entsprechend wurde das Instrument „Pianoforte“ getauft, wovon sich die Kurzform Piano ableitet.

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