26.04.2018 | Ausgabe 2/2018

Klangabstimmung im Fahrzeug

Mikrofon-Array im Fahrzeug. Quelle: Andreas Lartz

Die Klangabstimmung der Infotainment-Systeme im Fahrzeug nimmt mittlerweile einen wichtigen Platz bei der Entwicklung neuer Fahrzeuge ein. Dabei ist die Herangehensweise der verschiedenen Fahrzeughersteller sehr unterschiedlich. Gemeinsam aber ist allen, dass durch die schnelle Entwicklung der digitalen Audiotechnik in den letzten 15 Jahren auch die Infotainment-Systeme einer grundsätzlichen Veränderung unterworfen waren und sind. Die Qualität der serienmäßig eingebauten Systeme ist sehr hoch, verschiedene Ausstattungsvarianten sind üblich und reichen vom einfachen Breitbandlautsprecher bis hin zu komplexen Multichannel-Systemen. Der Aftermarkt tritt dabei mehr und mehr in den Hintergrund, da die Infotainment-Systeme mittlerweile auch tief in die Fahrzeugelektronik integriert sind und ein einfacher Austausch so gut wie nicht mehr möglich ist.

Ein Blick zurück

Lange Zeit wurden die Fahrzeuge mit nur einer einfachen Soundausstattung ausgeliefert. Die Radios verfügten oft gerademal über Kassettenlaufwerke. Die Lautsprecherausstattung war einfach gehalten. In dieser Zeit blühte der Aftermarkt mit einer unüberschaubaren Zahl leistungsstarker Verstärker und Lautsprecher. Hier kamen auch die ersten umfangreicheren Klangregelungen zum Einsatz. Der Einsatz analoger Verstärkertechnik bot wenig bis keine Möglichkeiten, den Klang nachträglich durch Equalizer etwa zu beeinflussen. Daher beschränkte sich die Klangabstimmung meist auf eine Materialanpassung der Softparts der Lautsprecher, also der Sicke, der Membran, der Spinne und auch der Spule. Auf der Basis von „Try and Error“ wurden die für das jeweilige Fahrzeug besten Lautsprecher herausgesucht. Die Arbeitsweise war empirisch, teuer und zeitraubend. Au seiner Reihe von verschieden konstruierten Lautsprechern wurden dann die für das jeweilige Fahrzeug beste Muster herausgesucht, optimiert und zur Serienreife gebracht.

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