19.02.2018 | Ausgabe 1/2018

Die Sprachaufnahme - Keine einfache Angelegenheit

Ein Blick ins Sprecherstudio

Bild: Morgan Belle

Bild: Morgan Belle

Eine Sprachaufnahme könnte dem Außenstehenden einfach und unkompliziert erscheinen. Gerade bei Laien und beruflich unerfahrenen Tontechnikern ist diese Vorstellung weit verbreitet. Es ist doch kein Problem, ein Mikrofon zu positionieren, einen geeigneten Raum herzurichten und mit der Sprachaufnahme zu starten. Schließlich wird ja in den Fachmedien umfangreich über geeignetes Equipment und die richtige akustische Umgebung informiert. Wenn es aber nicht so ist, wie ich es gerade etwas vereinfacht und provokant dargestellt habe, was ist es dann, was die Sprachaufnahme so komplex macht und wofür man so viel Erfahrung benötigt? Dieser Frage soll hier nachgegangen werden.

Es wäre sicher auch interessant, Fragen des Equipments speziell für Sprachaufnahmen zu behandeln, aber das erfordert eine genaue Kenntnis des gesamten Mikrofonmarktes und sämtlicher DAWs. Ich habe in meinem langen Berufsleben unendlich viele Sprachaufnahmen gemacht, aber eher weniger Zeit darauf verwendet, mir diese Marktübersicht zu verschaffen und immer wieder neue Produkte zu testen. So ist die Auswahl des Equipments für meine Sprachaufnahmen den allgemeinen Änderungen des Marktes und der technischen Neuerungen überlassen geblieben. Es hat sich nur dann etwas verändert, wenn sich eine wirklich durch eigene Versuche nachgewiesene Verbesserung ergeben hat und entsprechend Geld für Neuanschaffungen vorhanden war. Ich überlasse also die Fragen des technischen Equipments anderen Kollegen.

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