09.10.2017 | Ausgabe 4/2017

Sicheres Frequenzspektrum bis 2030?

Was folgt nach der Digitalen Dividende 1 und 2?

Quelle: Sennheiser

Zur Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung mit mobilem Internet wurden im Rahmen der digitalen Dividenden 1 und 2 wichtige Frequenzbereiche an den Mobilfunk versteigert. Funkmikrofone, die bisher in diesen Bereichen arbeiteten, haben dadurch rund die Hälfte ihres Spektrums verloren. Die Möglichkeit drahtlose Produktionsmittel zu nutzen, insbesondere bei Open Air Veranstaltungen, wurde dadurch erheblich eingeschränkt. Da es immer weniger Lücken zwischen den TV-Sendern gibt, steigt der Aufwand bei der Realisierung von Veranstaltungen, weil die Veranstalter oft erst vor Ort feststellen können, welche Frequenzen noch frei sind.

Die EU hat im L-Band, 1.350 bis 1.400 MHz und 1.518 bis 1.525 MHz, Frequenzbereiche identifiziert, die Teile dieses Verlustes kompensieren können. Diese Bereiche müssen in der jetzt zu aktualisierenden Frequenzverordnung verankert werden, damit Hersteller und Nutzer der Bereiche die langfristig verlässliche Zusage haben, ihre Investitionen in diese Bereiche zu refinanzieren. Der Bundesrat wird das voraussichtlich am 22.9. beschließen.

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