07.07.2017 | Ausgabe 3/2017

High Fidelity Genuss im Wohnzimmer?

Digital Concert Hall in der guten Stube

Kanten-Absorber in „verdeckter“ Bauweise an Decke und einer Wand beidseitg der Stereo-Anlage sowie zwei λ/4-Resonatoren an der gegenüber liegenden Wand im „Hörraum“ der Casa Acustica. (Quelle: H.V. Fuchs)

Kanten-Absorber in „verdeckter“ Bauweise an Decke und einer Wand beidseitg der Stereo-Anlage sowie zwei λ/4-Resonatoren an der gegenüber liegenden Wand im „Hörraum“ der Casa Acustica. (Quelle: H.V. Fuchs)

In einem bemerkenswert anregenden Editorial zum VDT-Magazin 2-2017 lässt seine Chef-Redakteurin 40 Jahre des Wandels im Musikkonsum Revue passieren: Mit der immer komfortableren, mobileren und preiswerteren Wiedergabe über Walkman, iPod, Smartphone und Co bis hin zum aktuellen Audio-Streaming sieht Elke Wisse Musik zur allgegenwärtigen, aber kaum noch bewusst wahrgenommenen Nebensache verkommen. Sie schließt mit dem tröstlichen Bekenntnis: „Ich schalte jetzt ganz traditionell meinen noch vorhandenen CD-Player ein, lege meine Lieblings-CD ein und genieße die Musik, die über Lautsprecher das Wohnzimmer füllt“.

Als Audio-Expertin steht ihr, wie vielen ihrer Kollegen und wohl auch ihrer Leser dazu bestimmt auch zu Hause eine respektable Stereo-Anlage zu Gebote. Ebenso sicher kann man aber mutmaßen, dass die Akustik ihres und anderer Wohnzimmer kaum die Qualität eines auch nur mittelmäßig aufgeführten, aufgenommenen, gemischten und gemasterten Stückes wiederzugeben gestattet. Das ist im Wissen um die immensen Bemühungen aller Tonschaffenden wirklich schade. Deswegen soll hierzu an einige physikalische Zusammenhänge erinnert und daraus ein ebenso einfaches wie preiswert zu realisierendes Konzept zur raumakustischen Nachrüstung abgeleitet werden. Als anschauliches Modell wird der „Hörraum“der Casa Acustica vorgestellt.

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3 Seiten