04.05.2017 | Ausgabe 2/2017

Die Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker

Klassik vom Feinsten im Netz

Quelle: www.berliner-philharmoniker.de

Wie sahen die Anfänge der Digital Concert Hall aus?

Die Idee für die Digital Concert Hall entstand im Jahr 2005. Sie geht vor allem auf Olaf Maninger, den Solo-Cellisten und Medienvorstand des Orchesters, zurück, der damals mit dem Orchester auf Asien-Tournee war. Das Orchester spielte in Taipeh in dem großen Konzertsaal vor 2000 Besuchern, das Konzert wurde mit einer Kamera auf den Platz vor dem Konzerthaus auf einen großen Bildschirm übertragen. Nach dem Konzert wurde das Orchester gebeten, vor das Haus zu kommen. Dort standen mehrere 10.000 Menschen, die dem Orchester begeistert zujubelten. So wurde Olaf Maninger klar, dass es neben den Konzertbesuchern ein weitaus größeres Publikum gibt, das es zu erreichen gilt. Für die Berliner Philharmoniker ist es definitiv nicht möglich, noch mehr Konzerte zu spielen. Wenn man mehr Menschen erreichen möchte – und der Bedarf scheint vorhanden zu sein –, dann muss man die Konzerthalle virtuell vergrößern. So entstand die Idee der Digital Concert Hall. Der zweite Gedanke war: Jeder Konzertsaal dieser Welt hat mindestens  in Tonstudio, aber in der Regel kein Videostudio. Das war für uns der Anlass, in der Philharmonie in Berlin ein Videostudio einzurichten. Das so genannte Leerstudio, das damals für Plattenfirmen bereit gehalten, wurde zum Videostudio umgewidmet....

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