08.02.2017 | Ausgabe 1/2017

Elektronische Qualitätsdaten von Mikrofonen

(Bildquelle: Hans Riekehof, Schoeps)

In diesem Beitrag geht es um die elektronischen Qualitätsdaten von Mikrofonen, die mit Störungen zusammenhängen. Für den praktisch arbeitenden Tonmeister ist Störsicherheit einer der wichtigsten Aspekte bei der Wahl seines Equipments. Das Ziel dieses Beitrags ist es, eine strukturierte Übersicht zu geben, wo und wie Störungen im Audiosignal entstehen und wie sie vermieden werden können.
Alles fängt dabei mit der Aufnahmekette und den beteiligten Geräten an. Es wird aufgezeigt, wo hoch- und niederfrequente Störungen auftreten können und was deren Ursachen sind. Die technischen Maßnahmen, die getroffen werden, um Störungen zu verhindern, werden ebenfalls behandelt.
Zusätzlich werden die Messverfahren betrachtet, die genutzt werden, um die Störunterdrückung mit einer messbaren Größe (elektronische Qualitätsdaten) zu beschreiben.

Einführung

Bei Störungen im Audiosignal wird grundlegend zwischen hoch- und niederfrequenten (Abk. HF und NF) Störungen unterschieden. NF-Störungen liegen im selben Frequenzbereich wie das Nutzsignal (Audiosignal) und können daher nicht frequenzselektiv mit einem Filter vom Nutzsignal getrennt werden. Aus diesem Grund werden Audiosignale symmetrisch übertragen. Die symmetrische Übertragung hat die Eigenschaft, NF-Störungen zu unterdrücken ohne das Nutzsignal zu beeinflussen.

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