12.09.2016 | Ausgabe 4/2016

Vielfältig im Einsatz

Das Berufsbild des Theatertonmeisters

Foto: Christian Fuchs

Der Theatertonmeister ist in seiner Tätigkeit stark in die Struktur und Aufgabenstellung eines von künstlerischen Inhalten bestimmten Betriebs eingebunden. Er ist der Fachmann für den gesamten Funktions- und Arbeitsbereich der Audiotechnik im Theater und erstellt adäquate Audiomischungen. Sofern keine eigene Videoabteilung vorhanden ist, betreut der Tonmeister meist auch diesen Bereich ganz oder teilweise mit. Die zunehmende Komplexität von Multimedia- Anlagen und deren technische sowie ästhetische Interaktion erfordern fundierte Kenntnisse in diesen Bereichen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den technischen Gewerken der Beleuchtungs- und Bühnentechnik ist deshalb unabdingbar. Hierzu gehören folglich auch Grundkenntnisse in diesen Bereichen. Wie auch in den anderen Arbeitsfeldern tonmeisterlicher Tätigkeit stellt die Arbeit eine Mischung aus technischen, künstlerischen und verwaltungsmäßigen Tätigkeiten in wechselnden Schwerpunkten dar. Grundlage der Tätigkeit im Theater ist, neben den technischen Fertigkeiten, der geübte Umgang mit Theaterliteratur im Schauspiel und im Musiktheater. Die Dramaturgie und der Einsatz dramaturgischer Mittel, eingebunden in eine adäquate Bühnenästhetik, sind im Theater immanent wichtig. 

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