12.09.2016 | Ausgabe 4/2016

Videotechnik im Theater

Szene aus „Figaros Hochzeit“ in der Hamburgischen Staatsoper / Foto: Forster

Video- und Projektionstechnik ist heutzutage in Theatern und Opernhäusern eine Selbstverständlichkeit. Viele Inszenierungen gewinnen durch die Technik in der dramaturgischen Aussage, andere könnten gut und gerne darauf verzichten. Karl-Heinz Mittelstädt und Hans Peter Boecker beschreiben die Vor- und Nachteile der neuen Technologien und die damit verbundenen Veränderungen im Ablauf des Theateralltags. 

Seit wann arbeitet das Theater mit Projektionstechnik?Karl-Heinz Mittelstädt: Projektion im Theater gibt es schon sehr lange. In Bremen während der diesjährigen BTT konnte man im „Museumsbereich“ einen alten Wolken-Projektionsapparat bewundern, der dort sehr aufwändig eingerichtet war. Es gab in der Mitte der 80er Jahre besonders in Österreich einige Bühnenkünstler, die die Idee verfolgten, Bühnenbilder nicht mehr zu bauen, sondern sie als Hologramme auf die Bühne zu projizieren. Das hat sich aber als grundsätzliche Änderung nicht durchgesetzt. Es war eine künstlerische Idee, die der Regisseur für bestimmte Projekte sicherlich haben darf und haben sollte, aber als permanente Einrichtung im Theater war das nicht umzusetzen. 

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