01.06.2016 | Ausgabe 3/2016

Audio-Technica AT5040

Das Mikrofon mit der rechteckigen Membran

(Bildquelle: Audio-Technica)

(Bildquelle: Audio-Technica)

Am Anfang war eine Idee. Das Konzept für das AT5040 begann recht schlicht mit einem Begriff, einer Eigenschaft, die wir erzielen wollten: „Purer Sound“.

Um diesen Begriff angeordnet, skizzierten wir einige Konzepte, die uns ermöglichen sollten, dieses Ziel zu erreichen. Neben Äußerlichkeiten, wie eben auch ein pures, reines optisches Design, standen der Verzicht auf Schalter im Signalweg, höchstwertige Komponenten, beste Ausgangsübertrager und keine finanzielle Zielvorgabe auf der Liste, die noch nicht erahnen ließen, in welche Richtung die Entwicklung gehen sollte.

Gerade die Entwicklungsfreiheit war es wohl, die zu diesem spannenden Mikrofonkonzept führte, das ich hier kurz vorstellen mag.

Ein Blick ins Innere des AT5040 offenbart sofort das Besondere des Wandlerdesigns. Vier rechteckige Membranen finden sich unter dem mehrlagigen Mikrofonkorb und bilden zusammen eine Membran, die etwa die Fläche einer runden 2-Zoll Membran hat.

Aber warum rechteckig und vier davon?

Eine rechteckige Membran ist nicht neu, in Schweden gab und gibt es Mikrofonhersteller, die dieses Desgin schon seit vielen Jahrzehnten verwenden. Betrachtet man ein typisches Großmembran-Studiomikrofon, wie auch das AT5040, von der Seite, so sieht man, dass der Mikrofonkorb in der Projektion ein Rechteck darstellt. Warum also eine runde Membran verwenden, die einen signifikanten Teil der Fläche im Inneren nicht ausnutzt? Jede Fläche, die zur Wandlung beitragen kann, erhöht zunächst einmal die Empfindlichkeit des Wandlers und kann damit den Abstand zum Rauschen erhöhen. Aber dies ließe sich auch mit einer anderen Form des Korbs und der Membran in rund erzielen – und auch hierfür gibt es Beispiele auf dem Markt –, so dass dies allein nicht der Grund sein kann.

2 Seiten