01.04.2016 | Ausgabe 2/2016

3D-Sound im Wohnzimmer

Die Deutschen nutzen das Internet intensiver und flexibler.

Magnat Cinema Ultra Set (Foto: Magnat)

Magnat Cinema Ultra Set (Foto: Magnat)

Vor knapp zwei Jahren preschten Dolby und Auro-Technologies vor und konnten bei ersten AV-Receivern (hier sind vor allem Denon und Onkyo zu nennen) und Prozessor-Vorverstärkern ihre neuen Codecs für noch räumlicheren Kinoklang unterbringen. Und das war für die Hersteller ein Kraftakt, denn bis dato waren die Geräte nur für eine Infrastruktur bis 7.1 Kanäle entwickelt. Das reichte nun nicht mehr, auch wenn einige Hersteller tricksen und trotz der nur sieben bestehenden Kanalzüge (plus Subwooferkanal) ihre Modelle mit Dolby Atmos- und DTS:X-Lizenz ausweisen. Tatsächlich erlauben Dolby & Co mit 5.1.2 Kanälen eine Minimalst-Konfiguration für 3D-Audio (wie Immersive-Audio in der Consumer-Welt auch genannt wird). Doch eine sinnvolle Minimalauslegung liegt bei 5.1.4, also konventionelle Surround-Anordnung mit einem Subwoofer plus vier Höhenkanäle.

Derzeit werden die drei genannten Codec-Familien von vielen Hardware-Marktführern angeboten: Dolby Atmos, DTS:X und Auro-3D. Während bei AV-Receivern jenseits der 500-Euro-Grenze Dolby Atmos beginnt, zur Serienausstattung zu werden, knirscht es noch ziemlich im DTS:X-Getriebe, wo erst seit Februar erste Codecs als Upgrade installiert werden konnten. Und die arbeiten bis heute noch nicht ganz fehlerfrei. Dabei hatte sich DTS wirklich Zeit genommen; sogar die Updates, die zur Installation bereit gestellt werden, erreichen die Anwender mit fast einem ganzen Jahr Verspätung. Der Druck zur Veröffentlichung ist also mehr als hoch genug.

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