01.04.2016 | Ausgabe 2/2016

Wie kommt 3D ins Wohnzimmer?

Ein Gespräch mit Stefan Bock und Stefan Zaradic

(Bildquelle: Nikolai Brinckmann)

(Bildquelle: Nikolai Brinckmann)

Seit mehreren Jahren sind immersive Audioformate zwar ein wichtiges und viel diskutiertes Thema, trotzdem haben sie bisher weder auf der Produktionsseite noch beim Endverbraucher den Status eines etablierten Produktions-bzw. Abhörformates erlangt. Elke Wisse sprach mit Stefan Zaradic und Stefan Bock über den aktuellen Stand aus Sicht der Dienstleister am Markt, über die Stärken und Schwächen der verfügbaren Formate sowie die Chancen für die Zukunft.

Was ist bisher gut gelungen bei der Markteinführung der neuen 3D Audio Formate, wo gibt es Probleme?Stefan Bock: Für den Endverbraucher steht eine breite Palette an Receivern zur Verfügung, und zwar nicht nur vereinzelte Produkte, sondern eine große Anzahl von verschiedenen Herstellern, die auch die unterschiedlichen Systeme abdecken. Das ist für die Einführung eines neuen Formates extrem wichtig.Alle immersiven Formate sind bereits für den Endverbraucher verfügbar, weil sie sich innerhalb des Blu-ray Standards etablieren lassen. Der Endverbraucher muss nicht umdenken und in ein neues Wiedergabesystem investieren. Wenn wir auf die UHD Blu-ray warten müssten, um 3D Audio zu Hause hören zu können, dann wäre das sicher ein KO-Kriterium.

Leider müssen wir - wie schon in der Vergangenheit so oft erlebt – wieder mit verschiedenen Standards und Technologien hantieren, die untereinander nicht kompatibel sind. Schwierig ist es dann, eine Lautsprecheranordnung zu finden, die allen Formaten gerecht wird.

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