01.04.2016 | Ausgabe 2/2016

Demystify Immersive Audio

Ein Gespräch mit Tom Ammermann, New Audio Technology (NAT)

(Bildquelle: Elke Wisse)

(Bildquelle: Elke Wisse)

Wie stellt sich Dir der momentane Produktionsmarkt im Bereich der neuen immersiven Audioformate dar?Vielerorts herrscht Aufbruchsstimmung aufgrund der vielen Möglichkeiten, die 3D-Sound bietet, andere halten sich zurück und überlassen das Feld denen, die investieren wollen und können.Ich finde es gerade für Produzenten sehr schwierig, den Überblick über die immersiven Audioformaten und die damit verbundenen Änderungen im Produktionsprozess und der kreativen Möglichkeiten zu bewahren. Man muss sich sehr intensiv mit der Materie befassen, um über ein einigermaßen umfassendes Knowhow zu verfügen.Eine Sache liegt mir besonders am Herzen, die ich auch immer betone, wenn ich mit Produzenten spreche oder Vorträge halte: der Sound entsteht bei der Produktion, unabhängig davon, welches Format der Konsument am Ende nutzt.

In Zeiten von 5.1 hat man zunächst die Mischung erstellt, danach wurde daraus ein Dolby, MPG, DTS File o.ä. kreiert. Das finale Delivery Format (Encode) für das Distributionsmedium folgte immer der Mischung. Entscheidend war ausschließlich die Frage, ob eine Stereooder 5.1 Mischung entstehen soll. Es war zwar meist im Vorfeld schon klar, ob am Ende beispielsweise eine Dolby oder DTS DVD oder Bluray produziert wird, aber letztendlich war diese Entscheidung nachrangig und für den kreativen Produktionsprozess nicht von Bedeutung

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