01.02.2016 | Ausgabe 1/2016

Video für Audio-Menschen – muss das sein?

(Fotos: Matthias Lehmann, Thibaut Baissac)

(Fotos: Matthias Lehmann, Thibaut Baissac)

Es muss vielleicht nicht zwangsläufig sein, aber es gibt eine enge Verwandtschaft zwischen beiden Künsten. Bei mir ging es erst vom Video zum Ton, beim Regisseur von „Leaving Las Vegas“, Mike Figgis, – in umgekehrter Richtung: „I became interested in film because I was interested in sound. I always loved movies because I liked listening to the soundtracks in the cinema – to the size of the sound. I wasn’t interested in being a film director, I was passionate about sound.“ Und noch ein Zitat von Mike Figgis: „What is really important and I think not negotiable, is that if you are intending your film to be seen by other people at a venue for, say, a hundred people, the sound quality has to be fantastic.“

Ist es nicht schön, dass wir uns schon intensiv mit der „wichtigsten“ Komponente von „Production Value“ auseinandergesetzt haben? Bis 2012 habe ich, abgesehen von etwa einer DVD-Produktion pro Jahr, nur als Tonmeister gearbeitet. 2010 war ich das dritte Mal mit der Dokumentation des Internationalen Jüdischen Musikfestivals in Amsterdam betreut und machte den Vorschlag, dieses Mal auch Video aufzuzeichnen. Dafür organisierte ich zwei Bekannte, die sich in ihrer Arbeit auf die Produktion von Video-Dokumentationen, allerdings keine Konzertmitschnitte konzentrierten.

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