01.05.2015 | Ausgabe 4/2015

Planung von Beschallungskonzepten

Ein Gespräch mit Martin Rode, L-Acoustics

Bühnenbeschallung Quelle: xxxx

Bühnenbeschallung Quelle: xxxx

Wie entsteht ein Konzept für eine Beschallung?

Ein Beschallungsdesign steht und fällt mit dem, was künstlerisch auf der Bühne geboten wird. Wenn ich eine Beschallung für einen Parteitag plane, bei dem es um Sprachverständlichkeit geht, dann wird die Lautsprecheranlage anders aussehen als bei einem Industrie-Event, bei dem neben der Sprache auch Video-Einspieler und ggf. noch ein musikalisches Abendprogramm vorgesehen ist. Die von den Agenturen so genannten „emotionalen Einspieler“ sollen druckvoll und eindrucksvoll beim Besucher ankommen, eine Band braucht ein Fundament im tieffrequenten Bereich. Über diese Aspekte muss man sich bei der Planung Gedanken machen.

Der zweite wichtige Punkt ist die akustische und architektonische Beschaffenheit des Raums. Ist der Raum technisch nicht für derartige Veranstaltungen vorbereitet, muss man überlegen, wie man sich an die gegebene Infrastruktur anpassen kann. In der Regel muss man sich mit anderen Gewerken verständigen. Weder Kameraregie, noch Videoprojektion oder Lichttechnik dürfen gestört werden. Die bittere Erkenntnis ist leider immer wieder, dass in dieser Gewerkekette der Ton immer noch die geringste Lobby hat. Nur sehr selten kann man unter optimalen Bedingungen arbeiten, denn in der Regel müssen sich die Lautsprecher den optischen Rahmenbedingungen anpassen. Adäquate Hängepunkte für die Lautsprecher sind dabei sehr häufig ein Problem.

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