01.05.2015 | Ausgabe 3/2015

Die Emotionen müssen ankommen

Ein Gespräch mit Malgorzata Albinska-Frank, Tonstudio arton

3D Lautsprecher Setup vorne Quelle: Malgorzata Albinska-Frank

3D Lautsprecher Setup vorne Quelle: Malgorzata Albinska-Frank

Seit wann arbeitest Du in 3D?

Ich habe im Jahr 2006 das Format 2+2+2 kennengelernt. Damals wurde ich zu einer Aufnahme eingeladen, um mir dieses neue Verfahren anzuhören. Nach dieser Erfahrung war mir klar, dass 3D die Aufnahmetechnik der Zukunft ist. Ich habe selber begonnen, in 3D zu produzieren. Mittlerweile zeichne ich fast alle meine Aufnahmen in 3D auf.

Ganz bewusst arbeite ich dabei ohne Center. Bei der Aufnahme stelle ich die Mikrofone so auf, dass die Signale klanglich in Bezug auf Klangfarbe und zeitlicher Verschiebung zueinander passen. Daraus versuche ich eine einheitliche Räumlichkeit aufzubauen.

Viele Kollegen bestehen auf dem Center-Kanal. Ich habe immer wieder probiert, bei der Mischung Signale in den Center zu legen, aber es hat mich nicht überzeugt. Ich habe immer das Gefühl, dass das Klangbild flach bleibt, sich räumlich nicht ausbreitet. Ich habe gemerkt, je besser die Mikrofone bei der Aufnahme positioniert sind, desto weniger braucht man die zusätzliche Stabilisation, die ein Center liefert. Ich habe bereits viel Erfahrung mit dieser Form der Aufnahme, und ich stelle immer fest, dass mir definitiv die Räumlichkeit, die Tiefenstaffelung und die Klangfarbe ohne Center besser gefallen.

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