01.07.2014 | Ausgabe 4/2014

Liebe auf den ersten Klang

Ein Gespräch mit David Santiago, Sonoton GmbH & Co KG

Vergleich vor (oben) und nach (Mitte) der Korrektur durch den Trinnov ST2 Pro. Einstellung der speziellen Filter (unten), die für die Korrektur zuständig sind. Quelle: David Santiago

Vergleich vor (oben) und nach (Mitte) der Korrektur durch den Trinnov ST2 Pro. Einstellung der speziellen Filter (unten), die für die Korrektur zuständig sind. Quelle: David Santiago

Sonoton hat seine Studios in den 80er Jahren mitten in München in einem großen Mehrfamilienhaus mit mehreren Stockwerken eingerichtet. Die Räume waren ursprünglich als Wohnräume gedacht. Die zwei Studios sind sehr klein: beide haben eine Grundfläche von ca. 30 Quadratmetern.

Akustisch betrachtet, ergibt sich daraus ein Problem, denn tiefe Frequenzen werden nicht so abgebildet, wie wir es gerne hätten. Tiefe Frequenzen brauchen aus physikalischen Gründen nun mal Platz, um sich auszubreiten. Das heißt, es war für mich schon lange eine Art „Blindflug“, wenn es darum ging, Frequenzen unterhalb von 80 Hz zu beurteilen. Da ich oft Musik-Stilrichtungen bearbeite, bei denen gerade auch die sehr tiefen Frequenzen eine wichtige Rolle spielen (wie z.B. elektronische Musik, Dance, Pop etc.), habe ich mir in den letzten Jahren immer mit einem RTW-Analyzer und diversen PlugIns ausgeholfen, die mir zumindest optisch angezeigt haben, was mit den Pegeln bei den tiefsten Frequenzen passiert. Das war natürlich nicht optimal. Nach über 13 Jahren Erfahrungen wusste ich jedoch, was ich einstellen muss und welche Probleme der Raum und die Abhörmonitore mit sich bringen. Aber ich fühlte mich dennoch nie richtig wohl.

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