01.07.2014 | Ausgabe 4/2014

Automatische Raumkorrektur als additive Maßnahme

Ein Gespräch mit Jochen Veith

Heimkino Quelle: Jochen Veith

Heimkino Quelle: Jochen Veith

Jochen Veith und sein Team planen und entwickeln seit 1987 akustisch genutzte Räume. Hierzu gehören vor allem Tonstudios (Musik-Tonstudios, Filmmisch-Ateliers, Synchron-Studios, usw.), Kinos, Heimkinos, Säle, Film-Studios, Konferenzräume sowie andere Räume und Bauten, bei denen hohe und höchste Anforderungen an die Akustik gestellt werden. Über viele Jahre hat sich ein enormes Wissen in den Bereichen Akustik, Bauphysik, Innenarchitektur und Gebäudetechnik angesammelt.

Elke Wisse sprach mit Jochen Veith über seine Erfahrungen.


In einem Regieraum soll die Abhörsituation verbessert werden. Was tust Du?

Es gibt verschiedene Parameter, die die akustische Qualität eines Regieraums beeinflussen. Hierzu gehören die Nachhallzeit, das Reflexionsmuster, die Übertragungsfunktion zur Abhörposition etc. Sie beeinflussen den Klang, das Stereobild, die Tiefenstaffelung und die Möglichkeit, die Nachhallzeit und das Reflexionsmuster der Aufnahme zu hören.

Wenn ich einen Raum optimieren soll, höre ich mich erst einmal ein. Erst dann führe ich einige akustische Messungen im Bereich der Abhörposition durch, um den Raum kennen zu lernen und ihn zu verstehen. Warum gibt es beispielsweise bei bestimmten Frequenzen einen Einbruch oder eine Überhöhung im Frequenzgang und woher kommen diese Abweichungen? Ist das Mischpult dafür verantwortlich, die Position der Lautsprecher, liegt es an der Hörposition oder vielleicht generell an der Geometrie? Warum funktioniert das Stereobild nicht ausreichend oder warum „schwimmt“ der Bass usw.

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