01.07.2014 | Ausgabe 4/2014

Entwicklungswandel in der Studioakustik

Die Regie der audio2film Studios in Gräfelfing Quelle: concept-A

Die Regie der audio2film Studios in Gräfelfing Quelle: concept-A

Studioakustik wird oft als statisches, unveränderliches Element angesehen. Sicherlich sind die zeitlichen Zyklen, in denen die Veränderungen stattfinden, in der Studioakustik unvergleichlich länger, als die im Bereich der Audio-/Videotechnik. Dennoch hat in den vergangenen Jahren ein grundsätzlicher Entwicklungswandel stattgefunden, der sowohl die konstruktiven und gestalterischen Konzepte, als auch die Möglichkeiten zur Prognose des akustischen Verhaltens von Räumen und Bauteilen und zur gezielten Einflussnahme in unterschiedlichsten Bereichen betrifft.

In den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrtausends haben sich im professionellen Studiobau akustische Konzepte für Regieräume entwickelt, die, obwohl sie aus akustischer Sicht mehr oder weniger die gleichen Zielsetzungen verfolgten, bezüglich ihrer Umsetzung durchaus sehr unterschiedliche und teilweise gegensätzliche Ansätze aufwiesen.

Gemeinsame Grundlage der meisten dieser Konzepte war unter anderem, eine möglichst hohe Trefferquote bei der Erzeugung einer ausgeglichenen und sauberen Wiedergabe vor allem im tieffrequenten Bereich zu erreichen. Bei nahezu allen dieser Konzepte drehte es sich um die Gestaltung von Räumen für Zweikanal-Stereo-Wiedergabe.

Die beiden vermutlich am weitesten verbreiteten dieser Konzepte sind das bereits in den 70er Jahren entstandene Live-End-Dead-End-Konzept und das in den 80er Jahren folgende und vor allem bezüglich der Verteilung der Absorptionsflächen im Raum nahezu entgegengesetzte Non-Environment-Konzept.

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