01.03.2014 | Ausgabe 2/2014

Die eigene Handschrift finden …

Ein Interview mit Wolfgang Schukrafft

„Herr Lehmann“ (Kinofilm 2003), R: Leander Haußmann, P: Boje Buck Berlin Quelle: © 2002 Wolfgang Jahnke

„Herr Lehmann“ (Kinofilm 2003), R: Leander Haußmann, P: Boje Buck Berlin Quelle: © 2002 Wolfgang Jahnke

Wie sah Ihr beruflicher Werdegang aus?

Nach dem Abitur wollte ich Fotograf oder Kameramann werden, so habe ich das Studium Kommunikations-Design absolviert. Doch in gemeinsamen Projekten mit anderen Studenten wurde ich immer wieder gebeten, den Ton zu übernehmen, weil ich als Beatband-Bassist eben audiophil war. Ich wurde quasi von der Kamera weg gedrängt. Das hat mir am Anfang gar nicht gefallen. Aber irgendwann habe ich mich meinem Schicksal gefügt.

Ich bin auf diese Schiene aufgesprungen und habe all meine Energie in den guten Ton gesteckt. Damals gab es noch nicht die Vielfalt an Ausbildungsstätten wie heute, ich musste mir mein Wissen autodidaktisch durch Learning by Doing erarbeiten. Wenn Probleme auftraten, habe ich mich „schlau gefragt“. So waren die Zeiten damals. Letztendlich basiert all mein Wissen auf Erfahrungen aus der Praxis. Später habe ich zusätzlich Mediendidaktik studiert und parallel dazu beim ZDF, den anderen öffentlich-rechtlichen Anstalten, im Jugendfilmstudio, in Werbestudios und unserer eigenen Filmproduktion gearbeitet.

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3 Seiten